Burn-out

Wie der Begriff schon sagt, bezeichnet Burn-out einen Zustand des absoluten Ausgebrannt seins. Dieser entsteht in der Regel als Reaktion auf lang anhaltenden Energieeinsatz und chronischen Stress - psychischen wie physischen, wobei der Mensch die Fähigkeit zur Regeneration längst verloren hat. Am Anfang steht häufig ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen der Person an sich selbst bzw. der Anforderung der Arbeitssituation und der Möglichkeit diese Ansprüche zu erfüllen. Im Endstadium ist der Betroffene nicht mehr in der Lage irgendetwas zu tun oder gar zu arbeiten. Die emotionale, geistige und körperliche Erschöpfung ist allumfassend. Das tückische am Burn-out ist, daß es sich dabei um einen Prozess handelt, der sich schleichend entwickelt und so den Leidtragenden oft erst bewußt wird, wenn gar nichts mehr geht.

Die Ursachen für einen Burn-out:

 

  • Perfektionsstreben: unrealistisch hohe Ziele, Anforderungen an sich selbst, alles perfekt machen zu wollen
  • niederer Selbstwert: nähren des Selbstes durch Anerkennung von Außen oder durch Aufopferung für andere
  • Harmonie-Streben: keine Konfliktfähigkeit, nicht nein-sagen können
  • keine Wahrnehmung bzw. Verdrängung der eigenen Bedürfnisse
  • Unfähigkeit zur Delegation, schlechtes Zeitmanagement etc.

 

Andererseits begünstigt natürlich auch das System, in dem er oder sie lebt und arbeitet, eine Erkrankung. Wichtige Punkte sind:

 

  • Überbelastung
  • Mangel an Autonomie
  • Fehlende Zeitsouveränität
  • Schlechte Kommunikationsstrukturen
  • Fehlende soziale Unterstützung
  • Hilflosigkeit, etwas zu ändern

 

 

 

Welches sind die Symptome eines Burn-outs? Diese betreffen drei Ebenen:

Emotionale Ebene:

 

  • Niedergeschlagenheit
  • Leere, Verzweiflung
  • unkontrolliertes Weinen
  • Gereiztheit

 

Geistige Ebene:

 

  • Konzentrationsstörungen
  • mangelndes Interesse an Aufgaben und Beruf
  • negative Einstellung zu sich selbst und seinen Fähigkeiten

 

Körperliche Ebene:

 

  • chronische Müdigkeit, Erschöpfung
  • Kopfschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schlafstörungen

 

Was kann man tun, um einen Burn-out zu vermeiden?

 

  • das Problem erkennen!
  • persönliche Ursachen-Analyse vornehmen und Gegenmaßnahmen einleiten
  • Prioritäten setzen, Arbeits- und Lebensziele neu und bewußt definieren
  • Kontrolle über das eigene Leben zurück gewinnen: Grenzen setzen, nein-sagen, delegieren etc.
  • Entspannungstechniken erlernen, Gefühl für die Notwendigkeit von Pausen wieder entwickeln

 

Mit einem Therapeuten ist es möglich, den erfoderlichen Abstand zu sich selbst zu bekommen, notwendige Erkenntnisse zu erlangen und auch Lösungswege zu entwickeln. Dies gilt in dem Maße mehr, in dem Sie schon akut an Burn-out erkrankt sind.