Kinesiologie

Die Kinesiologie ist ein ganzheitliches Diagnose- und Therapieverfahren. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich psychische - und auch physische - Zustände eines Menschen auch im Funktionszustand seiner Muskeln zeigen. So arbeitet die Kinesiologie mit dem sogenannten Muskeltest. Dabei wird leichter Druck auf einen Muskel ausgeübt. Ist der Mensch im Gleichgewicht und empfindet keinen Streß, weder körperlichen noch seelischen, hält der Muskel dem Druck stand, bei Belastung gibt er nach. Eine zweite Möglichkeit ist das Abtesten von Ja- und Nein-Fragen. Ist die Antwort positiv, ist der Muskel stark, bei nein schwach.  So kann der Therapeut durch die Nutzung dieses direkten körpereigenen Feedbacksystems direkt mit dem Unterbewußten des Patienten kommunizieren. Gestützt auf die Annahme, dass das menschliche System am besten weiß, was ihm fehlt oder hilft, kann der Therapeut nun sehr gezielt herausfinden, wo die eigentliche Thematik des Patienten liegt, und geeignete Maßnahmen ergreifen, um Blockaden zu lösen. Dabei bleibt die Selbstverantwortung des Patienten gewahrt, da er allein den Prozeß vorgibt. 

Die Kinesiologie in der Psychotherapie

Die Schwierigkeiten in der Psychotherapie liegen darin, sowohl die Ursache als auch den genauen Behandlungsansatz eines Problems zu erkennen. Die Tücke ist, daß dieser auch an ganz anderer Stelle zu finden sein kann, als man ihn auf bewußter Ebene vermuten würde. So kann es notwendig sein auch bei vordergründigen Depressionen erst das Thema Angst zu behandeln - oder umgekehrt. Durch den oben beschriebenen Muskeltest ist es nun möglich, auf der unterbewußten Ebene genau den Knackpunkt herauszufinden, der zur Bearbeitung des Themas am hilfreichsten ist. Auch die geeignete Behandlungstechnik kann so ausgetestet werden und Behandlungszeiten können sich auf ein Minimum reduzieren.

Die Grundlagen für dieses Verfahren legte Dr. George Goodheart, ein amerikanischer Chiropraktiker Mitte des 20ten Jahrhunderts.